Jugendfreizeitwochenende am Walchensee

September 2022

Freitag

Endlich war es wieder soweit – nach 3 Jahren Pause fuhr die Pöckinger Schützenjugend Mitte September zum beliebten Jugendhaus am idyllischen Walchensee.

Walchenseehaus mit Schützenjugend

Nach einer Stunde regnerischer Fahrt durch die bayerischen Voralpen kamen die Pöckinger Kameraden:innen der vereinigten Schützen Freitagnachmittag in der malerischen Jachenau an:  Die zehn Jugendlichen bekamen ihre Zimmer zugeteilt und bezogen ihre Nachtlager im wunderschönen Selbstversorgerhaus in Einsiedl. Jugendleiterin Claudia erklärte allen Kindern geduldig die geltenden Regeln für dieses Wochenende.

Fleißig half nicht nur der eingeteilte Küchendienst beim Abendessen vorbereiten. Sowohl der allzeit präsente Hunger, als auch die löbliche Kameradschaft animierte die Schützenjugend stets zum gegenseitigen Helfen.

Später spielten alle gesellige Kooperationsspiele. Lustig war’s, als die Schüler im Kreis sitzend ohne Absprache bis 10 zählen mussten – ohne eine Zahl doppelt zu nennen. Beim nächsten Spiel konnten die Spielregeln nur durch exaktes Beobachten herausgefunden und korrekt angewendet werden. Ein abschließendes Bonbon-Würfelspiel sorgte für Bewegung und süße Belohnungen nach den Konzentrationsspielen. Es förderte unter anderem den Gemeinschaftssinn der Pöckinger Schützenkinder.

Samstag

Nach einer kurzen Nacht freute sich Jeder auf den zweiten Tag der Jugendfreizeit.
Früh war der Tisch von fleißigen und vermutlich sehr hungrigen Bienchen gedeckt. Zwar trugen diese Bienchen kein schwarz-gelbes Fellkleid und sammelten keine Blütenpollen, aber nicht minder emsig schaffte der junge Küchendienst Käse, süße Aufstriche und Co. auf die Tische. Brav warteten die Freunde am gedeckten Tisch auf Ewald, den Semmelboten aus Krün.

Gestärkt testeten die Kinder anschließend spielerisch ihre Koordination, Feinfühligkeit und Geduld. Claudia und Silvia führten die Schützenjugend durch 18 verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Unter Anderem Wurf- und Fangspiele, Balancieren, Aufstehen mit einem Ball in den Händen, blind auf einem Bein stehen, in einen Kreis hüpfen und einbeinig stehen bleiben, übten die körperliche Wahrnehmung, Standhaftigkeit und kindliche Beweglichkeit. Fingerspitzengefühl und Konzentration war beispielsweise beim einhändigen Sortieren von 1-Cent-Münzen und Streichhölzern gefragt. Geduld und Kameradschaft -seine Kameraden während ihren Aufgaben nicht abzulenken- wurde in den Wartepausen gefordert. Die Motorik wurde ebenso beim exakten Ausschneiden eines Kreises wie beim Auffangen eines fallenden Stabes trainiert.

Das Mittagessen, Nudelauflauf und Salat, entschädigte so manches Kind für eine nicht so perfekt gelöste Aufgabe, wie eigentlich gewollt.

Ein Verdauungsspaziergang zum Walchensee, einem der größten Alpenseen Deutschlands, stand nach der Mahlzeit auf dem Programm. Fast schon winterliche Kälte und Nieselregen, der die Teilnehmer:innen das gesamte Wochenende begleitete, hielt die Kinder nicht davon ab Brücken mit Treibholz zu bauen.

Am Nachmittag freuten sich die Kinder nach leckerem Kuchen und feiner Quarkspeise auf einen Biathlon. Wegen technischer Probleme konnte leider nicht mit den mitgenommenen Lichtgewehren geschossen werden. Aber Not macht erfinderisch – die Kinder warfen stattdessen Tennisbälle in Eimern. Zusätzlich mussten sie Hampelmänner, Kniebeugen und Liegestützen absolvieren. Alle Aktivitäten des Biathlons erforderten Ausdauer, Konzentration, Körperwahrnehmung, Treffsicherheit und korrekte Haltung bei den Sportübungen.

Auch im großen Garten tobte sich die Pöckinger Jugend während der Programm- und Regenpausen, mit Fang- und Versteckspielen, aus.

Nach der abendlichen Brotzeit standen ruhige Kartenspiele im Fokus. Unter anderem ein kooperatives Suchspiel auf Zeit, bei dem Teamwork unverzichtbar ist. Also perfekt für unser Motto – Gemeinschaftssinn, Koordination und Kooperation.

Sonntag

Tatkräftig sorgte der Küchendienst auch Sonntagmorgen für eine reichhaltige Mahlzeit.
Im Gemeinschaftsraum hatten beide Jugendtrainerinnen Basteltische hergerichtet. Mit buntem Zellophanpapier wurden „gefühlt 300 kleine Minidrachen“ gefaltet, so resümierte Tim die fleißigen Bastelarbeiten. Aus jeweils 6 Minidrachen wurde ein Stern zusammengeklebt. Der andere Tisch malte weihnachtliche Motive aus, um damit Teelichter zu dekorieren. „In der Weihnachtsbäckerei“ schallte, fröhlich von den Kindern gesungen, durch den Raum – voller Vorfreude der kommenden Vorweihnachtszeit.

Bis zum Mittagessen räumten alle ihre Zimmer auf und Koffer ein. Als vorletzter Programmpunkt war Putzen nach dem Mittagessen angesagt. Tatkräftig putzten, wischten und saugten die Kinder zusammen ihre Zimmer und Bäder. Die emsigen Bienchen waren wieder im Einsatz.

Die Sonne lud die Pöckinger ein, die Preisverteilung des Biathlons am Nachmittag auf der großen Terrasse durchzuführen. Als Erster freute sich der Älteste, Kristian, mit 7 von 15 Treffern und einer Gesamtzeit von 4:42 Minuten. Zweiter war Dominik mit 5 Treffern, Zeit 5:03 Minuten. Raphael folgte mit 7 Treffern (5:08 Minuten) knapp dahinter. Auch die übrigen Kinder konnten zwischen Seifenblasen, Knete, Lenkdrachen, Trinkflasche, Vogelhäuschen und Co. wählen.

Die Jugendleiterinnen lobten im Abschluss alle Kinder für ihren Gemeinschaftssinn, ihre stete Hilfsbereitschaft, ihre Rücksichtnahme der Jüngsten gegenüber, ihre fleißigen Küchenhilfen und ihr beispielhaftes Benehmen.

An dem aktiven, turbulenten und gemeinschaftlichen Wochenende wurden die jungen Kameraden:innen zu Freunden:innen. Die kollektiven Aufgaben, das hilfsbereite Zusammenarbeiten in der Küche, am See und im Garten, die gemeinsame Zimmeraufteilung und die geselligen Spiele schweißten die Gruppe zusammen.

Nach einem Gruppenfoto -diesmal mit Eltern- traten alle den Heimweg an und freuten sich schon auf die nächste Jugendfreizeit im November 2023.